Demonstration in Kiel am 31. März für Trans-Sichtbarkeit

Der 31. März ist der Internationale Tag der Trans* Sichtbarkeit. Weltweit gibt es an diesem Tag Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen rund um trans* Menschen, ihre Themen, ihre Leben, ihren Kampf um Akzeptanz und Anerkennung.

Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck. Als trans* Mensch sichtbar zu sein heißt, als Teil der Gesellschaft sichtbar zu sein. Als trans* Mensch sichtbar zu sein heißt, für eine selbstbestimmte Anerkennung vor dem Gesetz zu streiten, für eine fortschrittliche trans* Gesundheitsversorgung einzutreten, auf Diskriminierung und Ungleichbehandlung hinzuweisen.

Als trans* Mensch sichtbar zu sein heißt auch, zu sagen: Seht her, wir sind Beamt_innen, Künstler_innen, Ärzt_innen, Angestellte, Selbstständige, Freund_innen, Liebende und Geliebte. Wir sind groß, klein, breit, schmal; wir kommen in allen Formen und Farben, haben unterschiedliche Glaubensrichtungen und kulturelle Hintergründe. Wir haben unseren Stolz und lassen uns nicht unterkriegen!

Als Unterstützer_innen von trans* Menschen sichtbar zu sein heißt, zu sagen: Hey, ihr seid nicht allein! Als Unterstützer_innen sichtbar zu sein, heißt solidarisch zu sein mit den Anliegen von trans* Menschen und sich einzusetzen für eine diskriminierungsärmere Gesellschaft.

Deshalb demonstrieren wir von 11.00 – 13.00 Uhr am Landeshaus Kiel, Düsternbrooker Weg 70 (Wasserseite). Angesprochen sind trans* Menschen und explizit alle Menschen, die sich mit den Anliegen von trans* Personen solidarisch zeigen möchten. Lasst uns gemeinsam sichtbar sein für die Rechte und die Akzeptanz von trans* Menschen in Schleswig-Holstein und auf der ganzen Welt.

VÄ/PÄ ohne TSG für Trans* möglich

Für alle die ihre Vornamens- und Personenstandsänderung noch vor sich haben, gibt es jetzt, durch die Gesetzesänderung zur 3. Option, die Möglichkeit, dies auch als trans* Mensch OHNE (!!!) TSG zu machen.
Auch wenn das Gesetz ursprünglich nur für intergeschlechtliche Menschen gedacht war, so ist dies trotzdem auch für transgeschlechtliche Menschen möglich.
Konkret: keine psychiatrischen Gutachten und keine Gerichtsverhandlung mehr, stattdessen eine ärztliche Bescheinigung eines beliebigen Arztes und ein Besuch beim Standesamt! Es sind alle drei Optionen möglich, also männlich, weiblich und divers.
Einen bereits von mehreren trans* Menschen in Deutschland erfolgreich getesteten Weg hat der LSVD ausgearbeitet. Die Anleitung findet ihr hier.
Falls ihr diesen Weg gehen wollt und noch Fragen habt, könnt ihr gerne an kontakt@hansexmen.de schreiben. Wir helfen euch dann weiter.
Außerdem freuen wir uns über weitere Erfolgsmeldungen von euch!!!!